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FDPW-KOSTENINDEX - NEUE ZAHLEN SIND VERFÜGBAR

Autor: Tina Koch
Letzte Änderung: 26.08.2020
Der Kostenindex für Werkzeugschleifbetriebe, den der FDPW erstmalig im September 2019 vorgestellt hat, wurde nun angepasst. Über die FDPW-Geschäftsstelle kann die Kennzahl, die bei einer fundierten Preisfindung für Produkte und Dienstleistungen sowie bei Kundenverhandlungen unterstützen soll, jetzt angefordert werden.
 
Der Kostenindex ist ein hilfreiches Instrument, wenn man Preiserhöhungen durchsetzen möchte. Durch seine transparente Gestaltung ist er leicht nachzuvollziehen. Indem er explizit auf gestiegene Kosten verweist, soll er die Preisbereitschaft der Kunden nachhaltig positiv beeinflussen.
 
Der Kostenindex eignet sich sowohl für große, mittelständische Werkzeugschleifbetriebe als auch für kleine Messerschmiede- und Schleifbetriebe. Er basiert auf zwei Datenquellen, die – und das ist das Besondere – je nach Betriebsstruktur unterschiedlich kombiniert werden.
 
Datenbasis Inflation
Als eine Datenbasis dient der Verbraucherindex, der die Inflationsrate beschreibt und vom Statistischen Bundesamt (Destatis) in regelmäßigen Abständen zur Verfügung
gestellt wird. Er beschreibt die durchschnittlichen prozentualen Veränderungen der Preisniveaus bestimmter Waren und Dienstleistungen.
 
Datenbasis Arbeits-/Lohnkosten
Als zweite Grundlage für den Kostenindex werden die Veränderungen in der Lohnentwicklung hinzugezogen. Hierzu werden die nominalen Veränderungen des Tarifs Gesamtmetall zugrunde gelegt.
 
 
Insgesamt werden drei Indizes angeboten, die die unterschiedlichen Unternehmensstrukturen in der Werkzeugschleifbranche abbilden sollen. 
Sie basieren auf entsprechend der Betriebsausrichtung zugeschnittenen Gewichtungen der Faktoren „Inflation“ und „Arbeits-/Lohnkosten“.
 
Kostenindex „Mix“ – 50 Prozent Inflation: 50 Prozent Lohn
Bei dieser Indizierung fließen Inflation und Arbeitskosten gleichermaßen mit ein. Er ist eine Orientierung für Betriebe, die ihre Produktivität durch einen ausgewogenen
Mix von Maschineneinsatz und personellem Einsatz erreichen. Die Lohn und Maschinenkosten beeinflussen somit gleichermaßen die Herstellkosten.
 
Kostenindex „Automatisierung“– 70 Prozent Inflation : 30 Prozent Lohn 
Dieser Index ist eine Orientierung für Betriebe, die ihre Produktivität eher durch hohen Maschineneinsatz und höheren Automatisierungsgrad erreichen. Damit hat der Lohn einen geringeren Einfluss auf die Herstellkosten.
 
Kostenindex „Personal“ – 30 Prozent Inflation : 70 Prozent Lohn
Eine Orientierung für Betriebe, die ihre Produktivität eher durch hohen Personaleinsatz erwirtschaften, ist der Kostenindex „Personal“. Hier haben aufgrund der vielen manuellen Tätigkeiten die Maschinenkosten einen geringeren Einfluss auf die Herstellkosten.
 
„Mit dem Kostenindex geben wir Ihnen ein Instrument an die Hand, mit dem Sie die steigenden Kosten in Ihrem Unternehmen verlässlich abbilden können. Nutzen Sie diese Kennzahl, um gestärkt und selbstbewusst in anstehende Preisverhandlungen einzusteigen. Er ist eine belastbare Größe, auf die Sie sich jederzeit beziehen können“, so FDPW Präsident Uwe Schmidt.
 


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