INFORMATIONS- UND KOMMUNIKATIONSTECHNIKEN
Letzte Änderung: 24.09.2009
Immer häufiger nutzen auch kleine Unternehmen die Vorteile digitalisierter Geschäftsprozesse. Das Internet wird von diesen Unternehmen überwiegend als Informations- und Kommunikationsmedium sowie zum Online-Banking genutzt. Zunehmend sind auch komplexere Anwendungen wie Beschaffung und Mobile Services gefragt. Online-Shops, Kundendatenbanken sowie die Vernetzung von Standorten und Lieferketten sind inzwischen auch im Handwerk von großer Bedeutung.
Digitalisierte Geschäftsprozesse müssen sicher und vertrauenswürdig gestaltet werden. Investitionen im Bereich IT-Sicherheit nehmen jedoch einen zu geringen Stellenwert ein.
Web 2.0-Technologien werden zunehmend in Unternehmen genutzt, um herkömmliche Formen der Kollaboration zu unterstützen. Die intensive Vernetzung der Mitarbeiter soll zu einer besseren Kommunikation untereinander führen. Zudem können firmeninterne Blogs, Wikis und Foren dazu beitragen, das Wissen der einzelnen Mitarbeiter besser auszuschöpfen. Daher sollten sich auch kleinere Unternehmen mit den entsprechenden Möglichkeiten auseinandersetzen.
Schon heute kann der Einsatz einer "elektronischen Signatur" verschiedene Geschäftsprozesse im Betriebsalltag erheblich erleichtern. Durch den konsequenten Einsatz der neuen Technik werden Arbeitsabläufe schneller, einfacher und sicherer - ganz unabhängig von der Größe des Unternehmens. Bislang war das Interesse der Handwerksunternehmen an der digitalen Signatur eher gering. Nach Ablauf einer Übergangsfrist im Jahr 2010 wird die öffentliche Hand ausschließlich elektronisch
ausschreiben. Dies lässt erwarten, dass die Zahl der Nutzer der digitalen Signatur die kritische Masse erreicht und zahlreiche neue Anwendungen angeboten werden.
Laut einer Bitkom Umfrage sind Outsourcing, Software as a Service (SaaS) und Mobilität die drei wichtigsten IT-Trends des Jahres 2009 - gefolgt von serviceorientierten Architekturen (SOA) als Basis für die Verbesserung betrieblicher Abläufe, Sicherheit und Web 2.0.
Das neueste Konzept des IT-Outsourcings heißt Cloudcomputing, ein Pool aus abstrahierter, hochskalierbarer und verwalteter IT-Infrastruktur, die Kundenanwendungen vorhält und nach Verbrauch abgerechnet wird. Eine im März 2009 unter 805 Betrieben durchgeführte Befragung von IDC (
www.idc.de) ergab allerdings, dass 75% der befragten deutschen
Unternehmen sich noch nicht mit dieser „Wolke" befasst haben. Jeweils sieben Prozent der befragten Unternehmen nutzen oder planen in den kommenden zwölf bis 24 Monaten die Nutzung von Cloud Computing.