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SEMINAR BETREIBERSCHULUNG NACH 1.BIMSCHV FÜR BETRIEBSINHABER UND DEREN MITARBEITER DER SCHORNSTEINFEGERINNUNG AACHEN

Autor: Georg Krämer
Letzte Änderung: 28.02.2011
Seit 22.03.2010 gilt die neue 1. BImSchV. Wesentliche Änderungen der Verordnung wurden durch die Umsetzung der europäsichen Feinstaubrichtlinie motiviert. Schornsteinfeger / -innen haben jetzt die Aufgabe, im Zuge sonstiger Schornsteinfegerarbeiten, eine so genannte Betreiberschulung durchzuführen. Das bedeutet, die Betreiber von Kleinfeuerungen werden sensibilisiert, informiert oder instruiert, wie z.B. Scheitholz innerhalb eines Jahres an der Luft so getrocknet werden kann, dass die vorgeschriebene Brennstofffeuchte < 25% bezogen auf die Trockensubstanz (entspricht dem Begriff "Holzfeuchte") ohne Feuchtemessung erreicht werden kann. Weiter wird die richtige Lagerung von trockenen Holzbrennstoffen erläutert oder, wie in Einzelfeuerungen Feuer so angemacht und betrieben wird, dass es sowohl emissionsarm als auch effizient brennt. So können grundsätzlich alle Holzarten als Brennholz eingesetzt und damit der Brennstoffvorrat besser ausgenutzt werden: leichte Holzarten (sogenanntes Weichholz mit einer Rohdichte bei 0% Holzfeuchte table.MsoNormalTable { font-size: 10pt; font-family: "Times New Roman"; } von ρu0 < 0,55 g/cm³) eignen sich sehr gut zum Anmachen des Feuers oder Wiederaufheizen, wenn die Glut weit zurück gegangen ist.
Schließlich wird die praktische Messung und Bestimmung der Brennholzfeuchte mittels elektrischem Widerstandsmessgerät und Messrichtlinie mit allen Einflussparametern erläutert. Begriffe wie "Wassergehalt" oder "Holzfeuchte", deren Umrechnung sowie die europäischen Normen für feste Biobrennstoffe werden erläutert.

Die erfolgreiche Teilnahme an der Schulung wird für Schornsteinfeger / -innen mit einem Zertifikat der Holzfachschule Bad Wildungen und des Instituts für Brennholztechnik IBT-Krämer bestätigt.
Vom 25.10. bis 3.11.2010 wurden ca. 280 Schornsteinfeger / -innen der Innung Aachen zur Betreiberschulung nach 1.BImSchV erfolgreich geschult und sind nun in der Lage, Verbraucher fachgerecht zu instruieren, wie sie nicht nur emissionsarm sondern auch wirtschaftlicher mit Holz heizen können. Sie können Verbraucher nun empfehlen, ofenfertig aufbereitetes nasses Brennholz im Frühjahr zu kaufen und so zu lagern, dass es bis Herbst auf durchschnittlich 20 % Holzfeuchte (Feuchtegehalt bezogen auf Trockensubstanz) oder ca. 17,6 % Wassergehalt (Feuchtegehalt bezogen auf Feuchtmasse) natürlich trocknet. Die Verbraucher sparen etwa 10 € pro lose geschüttetem Kubikmeter (entspricht Schüttraummeter srm) und verfügen bereits im Frühjahr sicher über den Brennstoffvorrat.
Infopaket Scheitholz, Das Infopaket Scheitholz, bestehend aus elektrischem Widerstandsmessgerät, Richtlinie zur Messung und Bestimmung der Brennholzfeuchte und Infobroschüre über natürliche Trocknung von Scheitholz, unterstützt die Betrieberschulung der Schornsteinfeger maßgeblich.
Quelle: Autor

Durch Anwendung der natürlichen Lager- und Trocknungstechnik könnten jährlich bundesweit mehr als 1 Mio. m³ Brennholz zusätzlich genutzt werden. Die vom Institut für Brennholztechnik entwickelte Richtlinie zur Messung und Bestimmung der Brennholzfeuchte ist derzeit die einzige Methode zur einfachen und sicheren Bestimmung der Brennholzfeuchte. Sie unterstützt Schornsteinfeger bei der Durchführung der Betreiberschulung. Ca. 3000 Meßrichtlinie sind seit 2007 im deutsprachigen Raum vertrieben worden. Sie ist in der RAL-Gütegemeinschaft Brennholz e.V., im Qualitätszeichen des Bundesverbandes Brennholzhandel und -produktion e.V. sowie in der prEN 14961-5 Klassifizierung biogener Festbrennstoffe - Scheitholz durchgesetzt. Ab 2011 wird sie erweitert und in englischer Sprache übersetzt.
Weiter wird ein Vortrag "Häufig gestellte Fragen zu Scheitholz" des Instituts für Brennholztechnik als download kostenlos zur Verfügung gestellt und fortlaufend aktualisiert.



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